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Freitag, 14. April 2017

Schal als Probegewebe

Für ein größeres Projekt, das ich plane, wollte ich ein Probegewebe machen. Daraus ist nun netterweise ein Schal geworden!



Kette und Schuss sind Seide Nm 60/2 mit 18 Fäden pro cm.

Montag, 22. September 2014

Grosse Pläne

Dies ist meine Stube, so wie sie momentan aussieht:


Gemütlich, aber irgendwie fad...
Ich möchte das "Outfit" meiner Stube gründlich ändern, und zwar indem ich einen neuen Möbelbezugsstoff und passende Kissenhüllen webe. Und ein dazu abgestimmter neuer Teppich muss dann natürlich auch her.
Eine wichtige Inspirationsquelle für dieses Vorhaben war dieses Buch , das mir meine Kinder zum Geburtstag schenkten:


Ich habe also Skizzen und Entwürfe gemacht und diverse Farbkarten von Wolllieferanten begutachtet, sowie nach passendem Material im eigenen Wolllager gesucht.




Und nun ist eine kleine Probe entstanden, mit der ich sehr zufrieden bin:


Montag, 7. Juli 2014

Pröbeln

In unserer Regionalgruppe lassen sich einige Weberinnen von Mustern aus alten Notizen und Aufzeichnungen inspirieren, damit diese alten Schätze nicht in Vergessenheit geraten.
Ich möchte eine dieser alten Patronen verwenden, um mir einen Seidenstoff (für eine Bluse, ein Oberteil, eine Tunika?) zu weben. Dazu habe ich mir dieses Material für die Kette herausgesucht:
Das ist ein leicht geflammter Seidenzwirn, Nm 20.
Da ich noch nie mit dem Material gearbeitet habe, heißt es natürlich: Pröbeln!
Hier ist meine Probekette:
Ich habe sie zuerst mit 12 Fäden pro cm eingezogen, da bekam ich aber kein schiebefestes Gewebe. Ich bin dann auf 13 Fäden pro cm gegangen.
Das ist brauchbar für einen Schal, für meinen Blusenstoff werde ich die Fadendichte aber auf 14 Fäden pro cm erhöhen.
Meine Probekette war recht großzügig, sie reichte noch für einen ganzen Schal:

Samstag, 23. Februar 2013

Un-Professionell bäumen

Und hier kommt das Kontrast-Programm zu meinem vorherigen Beitrag!
Hier in Tirol steht mein Schärbaum in einem unbeheizten Abstellraum, und da wollte ich bei der momentanen Kälte wirklich nicht arbeiten. Also habe ich improvisiert und die Kette zwischen Streichbaum und Stiegengeländer gespannt:
 Die Treppe war für kurze Zeit für jeglichen Verkehr gesperrt!
Wie ihr seht, ist das eine sehr kurze Kette, ich möchte nur eine Bindung ausprobieren. Für eine längere und / oder breitere Kette würde ich von dieser Methode dringend abraten!
Inzwischen habe ich den Webstuhl fertig eingerichtet und auch schon angewoben:

Das fertige Probegewebe werde ich dann zerschneiden und für Abwaschtücher verwenden. Eine Freundin von mir nennt sie "Clean-Tücher", weil das doch viel nobler klingt, nicht wahr? In Tirol würden wir "Oschpialhuda" sagen....


Samstag, 8. Dezember 2012

Probegewebe Nr.10: Doppelbindung

(Um Missverständnissen vorzubeugen: Doppelbindung und Doppelgewebe sind überhaupt nicht das gleiche!)
Wir haben für die Kette Wollgarn (Nm 20/2) benutzt, und zwar in zwei unterschiedlichen Farbtönen, immer abwechselnd ein Faden grau und ein Faden hellgrün. Man könnte auch zwei stärker kontrastierende Farben wählen, dann würden sich die beiden Gewebeseiten stärker voneinander unterscheiden.
Die Kette ist mir 16F/cm relativ dicht eingestell. Das Schussgarn ist dicker als das Kettgarn. Ich habe hier Wolle 2/1 verwendet (Raegge Ombré von Schoppel).

Nach der Handwäsche habe ich den Stoff mit der Kleiderbürste gebürstet. Ich kann mir so einen Stoff gut für einen extravaganten Mantel vorstellen.

Die Patrone dazu sieht so aus:

Mit diesem zehnten Probegewebe habe ich das letzte Gewebe aus unserem Kurs vorgestellt. Ich hoffe, ihr fandet das interessant und lasst euch auch dazu inspirieren, das eine oder andere Gewebe selber auszuprobieren!
Die Proben und die dazu gehörigen Unterlagen werden nun in einer Schachtel verstaut, die ihren Platz in einem der Regale in meiner Webstube finden wird...

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Probegewebe Nr.9: Kett-Schuss-Köper

Wenn Kettköper und Schussköper einander in relativ schmalen Streifen abwechseln, dann entsteht eine richtige Berg- und Talfahrt im Gewebe. Wichtig ist dabei das richtige Verhältnis von Kette und Schuss. Bei unserem Probegewebe verlaufen die Wellen in Kettrichtung. Dafür haben wir ein Schussgarn gewählt, dass um einiges dünner ist , als das Kettgarn.

Die Bindung allein bewirkt schon eine Wellenbildung (rechte Hälfte des Probe-Gewebes). Dieser Effekt kann noch verstärkt werden, indem für den Schuss überdrehtes Garn oder Garn mit einem Elastan-Anteil verwendet wird (linke Hälfte des Probe-Gewebes).



Unser Kettgarn war Tussah-Seide Nm 20/2, als Schussgarn habe ich sehr feines, überdrehtes Seidengarn verwendet und ein dünnes Wollgarn.

Und so sieht die dazugehörige Patrone aus:
Wir ihr seht, waren unsere Partien unterschiedlich breit. Die schmalen Streifen ziehen sich zwar noch stärker zusammen, aber die etwas breiteren Streifen wirken spektakulärer, oder?



Montag, 3. Dezember 2012

Probegewebe Nr.8: verbundenes Doppelgewebe

Aus einer einfädigen Wolle mit einer Lauflänge von 6000m/kg bestand unsere Kette. Wir hatten 9 Fäden pro cm, also 4.5 Fäden in jeder Stofflage. Das ist eine ziemlich lockere Fadeneinstellung. Trotzdem ist es ein stabiles Gewebe, es sind ja zwei miteinander verbundene Lagen. Außerdem soll dieses Gewebe ja leicht gewalkt werden, und dazu brauchen die einzelnen Fäden Platz!
Schussmaterial: Das einfarbige Garn ist das gleiche wie in der Kette, das Farbverlaufs-Garn ist ein "Zauberball" von Schoppel.
 Hier seht ihr das Gewebe vor und nach dem Waschen.
Ich habe die Probe in der Waschmaschine gewaschen und anschließend für 15 Minuten in den Trockner gegeben.



Und hier die Patrone für dieses verbundene Doppelgewebe:


Freitag, 30. November 2012

Probegewebe Nr.6 und Nr.7

Unser sechstes Probegewebe ist ein Leinengewebe. Wir verwendeten ein ungezwirntes Leinengarn 16/1 für die Kette und auch für den Schuss. Im Schuss haben wir aber zusätzlich elastisches Garn benutzt, und zwar dort, wo die Flottierungen passieren.

Vor dem Waschen ein recht unspektakuläres Gewebe, nicht wahr, aber nach dem Waschen...


Dadurch, dass die Flottierungen abwechselnd auf der Ober- und Unterseite des Stoffes passieren, zieht sich das Ganze Plisseé-artig zusammen. Ob man auf diese Art Vorhänge machen könnte?

 Die Patrone dazu ist relativ einfach:

Das Probegewebe Nr. 7 hat Jasmin bereits ausführlich auf ihrem Blog besprochen. Hier nur ein Bild von meinem Stöffchen:




Dienstag, 27. November 2012

Probegewebe Nr.5: Reformbindung

Die Reformbindung kannte ich bis dahin nur theoretisch. Ich denke, ich möchte mich eines Tages intensiver mit dieser sehr speziellen Bindung auseinandersetzen und versuchen, damit unterschiedliche Stoffqualitäten zu weben.
Im Kurs haben wir ein sehr festes Gewebe hergestellt. Es würde sich für Topflappen oder für einen Dusch-Vorleger eignen.
Unser Kettmaterial bestand aus handgesponnenem (!) Leinen und Baumwoll-Bouclé. Das war keine einfache Kette! Das Leinen war nicht besonders reibfest, und die Baumwolle war so verliebt in das Leinen, dass sie sich ständig daran festhakte...

Beim zweiten Bild seht ihr ein wenig von der Rückseite, die sich von der Vorderseite unterscheidet. Der türkise Schuss ist ein Baumwollzwirn, der schwarze ein Leinenzwirn, beide relativ dick.
Hier die Patrone:

Montag, 26. November 2012

Probegewebe Nr.4: Schlauchgewebe

Ein Schlauchgewebe ist ein Doppelgewebe, bei dem mit nur einem Schiffchen immer "rundum" gewebt wird. So entstand ein Gewebe, das trotz der Verwendung von feiner, weicher Merinowolle (30/2) einen wunderbar warmen Schal ergeben würde.


Die schmalen orangen Streifen links habe ich mit einem elastischem Garn gewebt, das beim Waschen schön schrumpft.

Und hier noch die Patrone:



Sonntag, 25. November 2012

Probegewebe Nr.3: Leinwand und Doppelgewebe

Eine feine Seidenkette (120/2x2) haben wir so eingezogen, dass sowohl Leinwandbindung als auch ein Doppelgewebe auf zwei Partien damit gewoben werden kann.

Beim Doppelgewebe liegen ja zwei Lagen übereinander, während bei der Leinwandbindung die gleiche Anzahl von Fäden nebeneinander liegen kann. Darum zieht sich das Doppelgewebe viel mehr zusammen und das leinwandbindige Gewebe wellt sich.

So sieht das dann aus:
Ich habe für das Doppelgewebe unterschiedliche Schussmaterialien ausprobiert. Bei den türkisen Streifen handelt es sich um Colcolastik (Baumwolle / Elasthan), bei den lila Streifen um Merinowolle und bei den weißen Streifen um ein überdrehtes Garn aus Seide und Viscose.

 Die Streifen in Merinowolle habe ich von Hand gewalkt, was den Crinkle-Effekt natürlich verstärkt hat.




Mittwoch, 21. November 2012

Probegewebe Nr.2: Krepp

Für dieses Gewebe haben wir für Kette und Schuss Merinowolle 30/2 verwendet, mit 18 Fäden pro cm. Der Stoff hat zwei unterschiedliche Seiten und ist durch die Bindung beinahe elastisch.

Das Tuch ist sehr weich und hat einen wunderschönen Fall. Es würde sich sehr gut für einen Bekleidungsstoff eignen.


Ich habe im Schuss mit verschiedenen Farbvariationen gespielt:


Nachbehandlung: Handwäsche und unter viel Druck mit dem Dampfbügeleisen bügeln.
Und hier noch die dazugehörige Patrone: