Am vergangenen Wochenende fand die Generalversammlung der IGW statt. Dieses Jahr war der Anlass wieder zweitägig. Das ermöglichte es, diverse Workhops anzubieten.
Ich nahm amWorkshop "rippenbildende Bindungen" teil. Lotti Gygax leitete ihn. Wir haben uns hauptsächlich mit Cord-Bindungen, aber auch mit Doppelgewebe, Rips und Piqué beschäftigt.
Lotti hat diesen Kurs absolut wunderbar vorbereitet, mit Unterlagen, Anschauungsmaterial, Webproben, eingerichteten Webstühlen,... Sie hat uns an ihrem sehr großen und fundiertem Wissen zur Bindungslehre teilhaben lassen. Danke, Lotti!
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Dienstag, 24. Mai 2016
Sonntag, 21. Juni 2015
Blogpause?
Eine ungeplante Blogpause hat es hier gegeben! Erst hatten wir eine Zeit lang enorme Probleme mit dem Internet und allem was damit zusammenhängt. Zum Glück fanden wir kompetente Hilfe.
Ich war dann letzte und vorletzte Woche mit zwei Kursen beschäftigt. Ich habe ja zusammen mit zwei Freundinnen einen Verein gegründet, mit dem schönen Namen "Rosengang". Wir unterhalten im Goms eine Kurswerkstatt, wo ich auf diversen Webstühlen die Kursteilnehmerinnen mit dem Webvirus infiziere...
Ich glaube, einige der Frauen konnte ich mit meiner Begeisterung anstecken.
Ich war dann letzte und vorletzte Woche mit zwei Kursen beschäftigt. Ich habe ja zusammen mit zwei Freundinnen einen Verein gegründet, mit dem schönen Namen "Rosengang". Wir unterhalten im Goms eine Kurswerkstatt, wo ich auf diversen Webstühlen die Kursteilnehmerinnen mit dem Webvirus infiziere...
Ich glaube, einige der Frauen konnte ich mit meiner Begeisterung anstecken.
Montag, 27. Oktober 2014
Web-Kurs
Letzte Woche haben meine eigenen Webstühle geruht: Ich durfte einen Web-Kurs in Reckingen geben, in Beas wunderschöner Kurswerkstatt.
Vier Frauen haben sich zum ersten Mal an "richtige", große Webstühle gewagt. Alle vier waren tolle Schülerinnen, mit viel Begeisterung und Einsatz!
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| Foto: Bea Waldera-Kynast |
| Das Zerschneiden der Stoffbahnen und Verteilen der Gewebestücke war der krönende Schlusspunkt! |
Samstag, 8. Dezember 2012
Probegewebe Nr.10: Doppelbindung
(Um Missverständnissen vorzubeugen: Doppelbindung und Doppelgewebe sind überhaupt nicht das gleiche!)
Wir haben für die Kette Wollgarn (Nm 20/2) benutzt, und zwar in zwei unterschiedlichen Farbtönen, immer abwechselnd ein Faden grau und ein Faden hellgrün. Man könnte auch zwei stärker kontrastierende Farben wählen, dann würden sich die beiden Gewebeseiten stärker voneinander unterscheiden.
Die Kette ist mir 16F/cm relativ dicht eingestell. Das Schussgarn ist dicker als das Kettgarn. Ich habe hier Wolle 2/1 verwendet (Raegge Ombré von Schoppel).
Nach der Handwäsche habe ich den Stoff mit der Kleiderbürste gebürstet. Ich kann mir so einen Stoff gut für einen extravaganten Mantel vorstellen.
Die Patrone dazu sieht so aus:
Mit diesem zehnten Probegewebe habe ich das letzte Gewebe aus unserem Kurs vorgestellt. Ich hoffe, ihr fandet das interessant und lasst euch auch dazu inspirieren, das eine oder andere Gewebe selber auszuprobieren!
Die Proben und die dazu gehörigen Unterlagen werden nun in einer Schachtel verstaut, die ihren Platz in einem der Regale in meiner Webstube finden wird...
Wir haben für die Kette Wollgarn (Nm 20/2) benutzt, und zwar in zwei unterschiedlichen Farbtönen, immer abwechselnd ein Faden grau und ein Faden hellgrün. Man könnte auch zwei stärker kontrastierende Farben wählen, dann würden sich die beiden Gewebeseiten stärker voneinander unterscheiden.
Die Kette ist mir 16F/cm relativ dicht eingestell. Das Schussgarn ist dicker als das Kettgarn. Ich habe hier Wolle 2/1 verwendet (Raegge Ombré von Schoppel).
Nach der Handwäsche habe ich den Stoff mit der Kleiderbürste gebürstet. Ich kann mir so einen Stoff gut für einen extravaganten Mantel vorstellen.
Die Patrone dazu sieht so aus:
Mit diesem zehnten Probegewebe habe ich das letzte Gewebe aus unserem Kurs vorgestellt. Ich hoffe, ihr fandet das interessant und lasst euch auch dazu inspirieren, das eine oder andere Gewebe selber auszuprobieren!
Die Proben und die dazu gehörigen Unterlagen werden nun in einer Schachtel verstaut, die ihren Platz in einem der Regale in meiner Webstube finden wird...
Donnerstag, 6. Dezember 2012
Probegewebe Nr.9: Kett-Schuss-Köper
Wenn Kettköper und Schussköper einander in relativ schmalen Streifen abwechseln, dann entsteht eine richtige Berg- und Talfahrt im Gewebe. Wichtig ist dabei das richtige Verhältnis von Kette und Schuss. Bei unserem Probegewebe verlaufen die Wellen in Kettrichtung. Dafür haben wir ein Schussgarn gewählt, dass um einiges dünner ist , als das Kettgarn.
Die Bindung allein bewirkt schon eine Wellenbildung (rechte Hälfte des Probe-Gewebes). Dieser Effekt kann noch verstärkt werden, indem für den Schuss überdrehtes Garn oder Garn mit einem Elastan-Anteil verwendet wird (linke Hälfte des Probe-Gewebes).
Unser Kettgarn war Tussah-Seide Nm 20/2, als Schussgarn habe ich sehr feines, überdrehtes Seidengarn verwendet und ein dünnes Wollgarn.
Und so sieht die dazugehörige Patrone aus:
Wir ihr seht, waren unsere Partien unterschiedlich breit. Die schmalen Streifen ziehen sich zwar noch stärker zusammen, aber die etwas breiteren Streifen wirken spektakulärer, oder?
Die Bindung allein bewirkt schon eine Wellenbildung (rechte Hälfte des Probe-Gewebes). Dieser Effekt kann noch verstärkt werden, indem für den Schuss überdrehtes Garn oder Garn mit einem Elastan-Anteil verwendet wird (linke Hälfte des Probe-Gewebes).
Unser Kettgarn war Tussah-Seide Nm 20/2, als Schussgarn habe ich sehr feines, überdrehtes Seidengarn verwendet und ein dünnes Wollgarn.
Und so sieht die dazugehörige Patrone aus:
Wir ihr seht, waren unsere Partien unterschiedlich breit. Die schmalen Streifen ziehen sich zwar noch stärker zusammen, aber die etwas breiteren Streifen wirken spektakulärer, oder?
Montag, 3. Dezember 2012
Probegewebe Nr.8: verbundenes Doppelgewebe
Schussmaterial: Das einfarbige Garn ist das gleiche wie in der Kette, das Farbverlaufs-Garn ist ein "Zauberball" von Schoppel.
Hier seht ihr das Gewebe vor und nach dem Waschen.
Ich habe die Probe in der Waschmaschine gewaschen und anschließend für 15 Minuten in den Trockner gegeben.
Und hier die Patrone für dieses verbundene Doppelgewebe:
Freitag, 30. November 2012
Probegewebe Nr.6 und Nr.7
Unser sechstes Probegewebe ist ein Leinengewebe. Wir verwendeten ein ungezwirntes Leinengarn 16/1 für die Kette und auch für den Schuss. Im Schuss haben wir aber zusätzlich elastisches Garn benutzt, und zwar dort, wo die Flottierungen passieren.
Vor dem Waschen ein recht unspektakuläres Gewebe, nicht wahr, aber nach dem Waschen...
Dadurch, dass die Flottierungen abwechselnd auf der Ober- und Unterseite des Stoffes passieren, zieht sich das Ganze Plisseé-artig zusammen. Ob man auf diese Art Vorhänge machen könnte?
Die Patrone dazu ist relativ einfach:
Das Probegewebe Nr. 7 hat Jasmin bereits ausführlich auf ihrem Blog besprochen. Hier nur ein Bild von meinem Stöffchen:
Vor dem Waschen ein recht unspektakuläres Gewebe, nicht wahr, aber nach dem Waschen...
Dadurch, dass die Flottierungen abwechselnd auf der Ober- und Unterseite des Stoffes passieren, zieht sich das Ganze Plisseé-artig zusammen. Ob man auf diese Art Vorhänge machen könnte?
Die Patrone dazu ist relativ einfach:
Das Probegewebe Nr. 7 hat Jasmin bereits ausführlich auf ihrem Blog besprochen. Hier nur ein Bild von meinem Stöffchen:
Dienstag, 27. November 2012
Probegewebe Nr.5: Reformbindung
Die Reformbindung kannte ich bis dahin nur theoretisch. Ich denke, ich möchte mich eines Tages intensiver mit dieser sehr speziellen Bindung auseinandersetzen und versuchen, damit unterschiedliche Stoffqualitäten zu weben.
Im Kurs haben wir ein sehr festes Gewebe hergestellt. Es würde sich für Topflappen oder für einen Dusch-Vorleger eignen.
Unser Kettmaterial bestand aus handgesponnenem (!) Leinen und Baumwoll-Bouclé. Das war keine einfache Kette! Das Leinen war nicht besonders reibfest, und die Baumwolle war so verliebt in das Leinen, dass sie sich ständig daran festhakte...
Beim zweiten Bild seht ihr ein wenig von der Rückseite, die sich von der Vorderseite unterscheidet. Der türkise Schuss ist ein Baumwollzwirn, der schwarze ein Leinenzwirn, beide relativ dick.
Hier die Patrone:
Im Kurs haben wir ein sehr festes Gewebe hergestellt. Es würde sich für Topflappen oder für einen Dusch-Vorleger eignen.
Unser Kettmaterial bestand aus handgesponnenem (!) Leinen und Baumwoll-Bouclé. Das war keine einfache Kette! Das Leinen war nicht besonders reibfest, und die Baumwolle war so verliebt in das Leinen, dass sie sich ständig daran festhakte...
Beim zweiten Bild seht ihr ein wenig von der Rückseite, die sich von der Vorderseite unterscheidet. Der türkise Schuss ist ein Baumwollzwirn, der schwarze ein Leinenzwirn, beide relativ dick.
Hier die Patrone:
Montag, 26. November 2012
Probegewebe Nr.4: Schlauchgewebe
Ein Schlauchgewebe ist ein Doppelgewebe, bei dem mit nur einem Schiffchen immer "rundum" gewebt wird. So entstand ein Gewebe, das trotz der Verwendung von feiner, weicher Merinowolle (30/2) einen wunderbar warmen Schal ergeben würde.
Und hier noch die Patrone:
Die schmalen orangen Streifen links habe ich mit einem elastischem Garn gewebt, das beim Waschen schön schrumpft.
Sonntag, 25. November 2012
Probegewebe Nr.3: Leinwand und Doppelgewebe
Eine feine Seidenkette (120/2x2) haben wir so eingezogen, dass sowohl Leinwandbindung als auch ein Doppelgewebe auf zwei Partien damit gewoben werden kann.
Beim Doppelgewebe liegen ja zwei Lagen übereinander, während bei der Leinwandbindung die gleiche Anzahl von Fäden nebeneinander liegen kann. Darum zieht sich das Doppelgewebe viel mehr zusammen und das leinwandbindige Gewebe wellt sich.
So sieht das dann aus:
Ich habe für das Doppelgewebe unterschiedliche Schussmaterialien ausprobiert. Bei den türkisen Streifen handelt es sich um Colcolastik (Baumwolle / Elasthan), bei den lila Streifen um Merinowolle und bei den weißen Streifen um ein überdrehtes Garn aus Seide und Viscose.
Die Streifen in Merinowolle habe ich von Hand gewalkt, was den Crinkle-Effekt natürlich verstärkt hat.
Beim Doppelgewebe liegen ja zwei Lagen übereinander, während bei der Leinwandbindung die gleiche Anzahl von Fäden nebeneinander liegen kann. Darum zieht sich das Doppelgewebe viel mehr zusammen und das leinwandbindige Gewebe wellt sich.
So sieht das dann aus:
Ich habe für das Doppelgewebe unterschiedliche Schussmaterialien ausprobiert. Bei den türkisen Streifen handelt es sich um Colcolastik (Baumwolle / Elasthan), bei den lila Streifen um Merinowolle und bei den weißen Streifen um ein überdrehtes Garn aus Seide und Viscose.
Die Streifen in Merinowolle habe ich von Hand gewalkt, was den Crinkle-Effekt natürlich verstärkt hat.
Mittwoch, 21. November 2012
Probegewebe Nr.2: Krepp
Für dieses Gewebe haben wir für Kette und Schuss Merinowolle 30/2 verwendet, mit 18 Fäden pro cm. Der Stoff hat zwei unterschiedliche Seiten und ist durch die Bindung beinahe elastisch.
Das Tuch ist sehr weich und hat einen wunderschönen Fall. Es würde sich sehr gut für einen Bekleidungsstoff eignen.
Ich habe im Schuss mit verschiedenen Farbvariationen gespielt:
Nachbehandlung: Handwäsche und unter viel Druck mit dem Dampfbügeleisen bügeln.
Und hier noch die dazugehörige Patrone:
Das Tuch ist sehr weich und hat einen wunderschönen Fall. Es würde sich sehr gut für einen Bekleidungsstoff eignen.
Ich habe im Schuss mit verschiedenen Farbvariationen gespielt:
Nachbehandlung: Handwäsche und unter viel Druck mit dem Dampfbügeleisen bügeln.
Und hier noch die dazugehörige Patrone:
Dienstag, 20. November 2012
Probegewebe Nr.1: Dreifachgewebe
Ein Dreifachgewebe "funktioniert" im Grunde wie ein Doppelgewebe, nur sind da halt statt zwei, gleich drei voneinander unabhängige Gewebeschichten. In unserer Probe haben wir alle drei Schichten in der Mitte mit einem schmalen Streifen in Leinwandbinung miteinander verbunden.
Wir haben für die Kette sehr feine Seide verwendet, mit 14 Fäden pro Gewebeschicht. Es waren für dieses schmale Probestück insgesamt über 1000 Fäden! Das Ganze ist also eine Fleißaufgabe. Auch beim Weben: Es werden ja sozusagen drei Gewebe zugleich gewoben.
Beim Schussmaterial habe ich erst die gleiche Seide wie in der Kette verwendet, dann Merinowolle. Die Wolle ging etwas schneller zum Weben und fühlt sich wärmer an. Das Reinseiden-Gewebe ist sehr fein und edel und nur so ein Hauch...
Und hier noch die Patrone:
Wir haben für die Kette sehr feine Seide verwendet, mit 14 Fäden pro Gewebeschicht. Es waren für dieses schmale Probestück insgesamt über 1000 Fäden! Das Ganze ist also eine Fleißaufgabe. Auch beim Weben: Es werden ja sozusagen drei Gewebe zugleich gewoben.
Beim Schussmaterial habe ich erst die gleiche Seide wie in der Kette verwendet, dann Merinowolle. Die Wolle ging etwas schneller zum Weben und fühlt sich wärmer an. Das Reinseiden-Gewebe ist sehr fein und edel und nur so ein Hauch...
Und hier noch die Patrone:
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